Egret GTs im Check: 2.199 Euro, 45 km/h und eigene Fahrzeugklasse

Redaktion EscooterSkins · Pubblicato:

Eigene Faktengrafik zum Egret GTs: Herstellerpreis 2.199 Euro, Klasse L1e-B und rechnerisch 34,9 Kilogramm inklusive Akku; keine Produktabbildung
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Modellcheck vom 7. Oktober 2026: Egret weist für den GTs auf seiner deutschen Produktseite aktuell 2.199 Euro aus. Der Hersteller beschreibt ihn als faltbares L1e-B-Fahrzeug mit Sitz, Wechselakku und bis zu 45 km/h. Für Käufer ist damit die Fahrzeugklasse entscheidend: Die Voraussetzungen unterscheiden sich von denen eines üblichen 20-km/h-E-Scooters.

Was Egret aktuell angibt

  • Preis auf der Produktseite: 2.199 Euro inklusive Mehrwertsteuer; Versandangaben vor Bestellung prüfen.
  • Geschwindigkeit: bis zu 45 km/h; einstellbares Limit von 10 bis 45 km/h.
  • Akku: herausnehmbar, 48 V und 20 Ah, laut Hersteller 5,9 Kilogramm.
  • Gewicht: 29 Kilogramm ohne Akku.
  • Reichweite: 26 bis 100 Kilometer je nach Fahrweise.

Diese Angaben stammen von der Egret-GTs-Produktseite. Der Lieferumfang nennt COC-Papiere. Preis und Daten sind eine datierte Quellenprüfung, keine heutige Neuvorstellung und keine eigene Messung. Eine konkrete Lagerbestands- oder Zustellgarantie bestätigen wir hier nicht.

45 km/h: Fahrerlaubnis und Helm gehören zur Auswahl

§ 1 eKFV begrenzt Elektrokleinstfahrzeuge auf eine bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit von höchstens 20 km/h und nennt weitere Merkmale. Ein als L1e-B ausgewiesenes 45-km/h-Fahrzeug sollte deshalb nicht nach den Alltagsregeln eines gewöhnlichen E-Scooters ausgewählt werden.

§ 6 FeV ordnet leichte zweirädrige Kraftfahrzeuge der Klasse L1e-B der Fahrerlaubnisklasse AM zu; Klasse B schließt AM ein. Für Krafträder mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit über 20 km/h verlangt § 21a StVO während der Fahrt einen geeigneten Schutzhelm. Prüfe den eigenen Führerschein und die Unterlagen des konkreten Fahrzeugs vor dem Kauf.

Die einstellbare Geschwindigkeitsbegrenzung ist keine von uns bestätigte Umklassifizierung. Aus einem gewählten 20-km/h-Limit folgt nicht automatisch, dass das Fahrzeug alle Voraussetzungen der eKFV erfüllt. Maßgeblich bleiben die Fahrzeugunterlagen und die rechtliche Einordnung der Ausführung.

Gewicht und Reichweite richtig lesen

Unsere Rechnung aus den Herstellerangaben: 29 Kilogramm ohne Akku plus 5,9 Kilogramm Akku ergeben rund 34,9 Kilogramm. Das ist eine Addition der angegebenen Werte, kein gewogenes Gesamtfahrzeug. Für regelmäßiges Tragen über Treppen sollte man die praktische Handhabung vorab prüfen. Ein Faltmechanismus allein beantwortet diese Frage nicht.

Auch die obere Reichweitenangabe sollte nicht ungeprüft zum eigenen Pendelplan werden. Die genannte Spanne ist breit. Plane eine Reserve ein und kläre, unter welchen Bedingungen der Anbieter die jeweiligen Werte ermittelt hat. Wer häufig schneller fährt oder Höhenunterschiede bewältigt, sollte die Alltagstauglichkeit möglichst mit einer passenden Probefahrt prüfen.

Für die Entscheidung lohnt sich zuerst ein Blick auf die tatsächliche Strecke: Welche Wege dürfen mit der konkreten Fahrzeugklasse genutzt werden, wo kann das Fahrzeug sicher abgestellt werden und lässt sich der Akku am Ziel laden? Erst danach werden Preis und Ausstattung sinnvoll vergleichbar. Der GTs ist aus unserer Sicht eine eigene Mobilitätsentscheidung, keine einfache Geschwindigkeitsoption innerhalb eines vorhandenen 20-km/h-Scooters.

Den Unterschied zwischen einem eigenen Sitzumbau und einem dafür vorgesehenen Fahrzeug zeigt unsere Einordnung zum Sitzumbau in Dudenhofen. Für andere Egret-Ausführungen gibt es den Egret-X-Seriencheck; daraus folgt keine GTs-Kompatibilität.

Quellen geprüft am 07.10.2026. Bild: eigene Faktengrafik.

Hinweis: Preis und technische Werte sind Herstellerangaben zum Prüfzeitpunkt. Keine eigene Reichweiten- oder Gewichtsmessung, Lieferzusage oder Bestätigung von Skin-Verfügbarkeit und Passform. Rechtliche Hinweise ersetzen keine Prüfung der konkreten Fahrzeugunterlagen.

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